Activities

Events

René Felber in front of the Parlement.

Laboratori di Dodis. Swiss European Integration

Das erste Laboratorio di Dodis widmet sich der europäischen Integrationspolitik der Schweiz und findet an einem historischen Datum statt: am 6. Dezember 2022, der 30. Jahrestag einer der einflussreichsten Volksabstimmungen in der Schweizer Geschichte. An diesem Tag lehnten Volk und Kantone das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab und zwangen damit den Bundesrat sowie die Verwaltung, ihre gesamte Strategie zur europäischen Integration neu zu überdenken. So verlor nach dieser Abstimmung auch die Idee eines schweizerischen Beitritts zur Europäischen Gemeinschaft, welche 1991 als mittelfristiges Ziel des Bundesrats formuliert worden war, allmählich an Kraft und politischer Unterstützung. Seit 2020 arbeitet Dodis an der dritten Serie der Diplomatischen Dokumente der Schweiz, die sich auf die 1990er Jahre konzentriert. Mit der Veröffentlichung dieser Dokumente, die erst seit kurzem zugänglich sind, setzt sich Dodis an die Spitze der historiografischen Forschung in Archiven und erschliesst somit neue Forschungsgegenstände. Dennoch können die wenigen Meilensteine, die Dodis gesetzt hat, ein derart breites Themenspektrum nicht abdecken und beschränken sich darauf, Anregungen für monografische Forschungen zu liefern. In diesem Sinne laden wir Sie zur Teilnahme an einem Forschungsworkshop ein, um das historische Interesse an der europäischen Integration der Schweiz zu fördern. Die europäische Integrationspolitik der Schweiz erweist sich als ein zentrales Motiv der beiden von Dodis bereits herausgegebenen DDS-Bände zu den Jahren 1990 und 1991 und des sich in Vorbereitung befindlichen Bandes zum Jahr 1992. Zu Beginn der 1990er Jahre standen die Verhandlungen über den EWR, das Transitabkommen und das Beitrittsgesuch zur EG im Fokus. Nebst der europäischen Integration per se dominierte die Frage der Neuordnung des europäischen Kontinents: die Auflösung der Sowjetunion, die Unterstützung der mittel- und osteuropäischen Länder, die Rolle der KSZE, des Europarats etc. Diskussionsstoff und Gründe, die schweizerische Aussenpolitik grundlegend und laufend neu zu definieren, waren in Fülle vorhanden – und genau das macht dieses Thema so spannend. Wir laden Sie also dazu ein, an unserem Workshop teilzunehmen und Personen, die sich für die Geschichte der europäischen Integration der Schweiz während der 1980er und 1990er Jahre interessieren, zur Teilnahme anzuregen. Dodis wird seine Fortschritte sowie die wichtigsten Erkenntnisse aus seiner Forschung präsentieren. Wir hoffen sehr, dass Studierende, Doktorierende und Forschende Ihrer Institutionen mitwirken und ihre eigenen Erfahrungen, Forschungsansätze und Interessen mit uns teilen werden. Der Workshop findet im Gebäude des Bundesarchivs in Bern am Dienstag, den 6. Dezember 2022 ab 9.30 Uhr statt. Für Anmeldungen und weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter mattia.mahon@dodis.ch.
read more
Seminari di Dodis

Die Schweiz und China: Diplomatische Gratwanderungen im Kalten Krieg

Dr. Ariane Knüsel präsentiert am 20. Juni 2022 ihre Forschungen zu den Beziehungen Schweiz–China im Kalten Krieg. Für die Schweizer Regierung glichen die Beziehungen zur Volksrepublik China zwischen 1950 und 1989 immer wieder einer diplomatischen Gratwanderung. Die Schweiz war auf gute bilaterale Beziehungen zu China angewiesen, um den internationalen Ruf der Schweizer Neutralität zu verbessern und die Schweiz als Vermittlerin im Kalten Krieg zu etablieren. Auch sollten Schweizer Firmen so einen Vorteil auf dem chinesischen Markt bekommen. Gleichzeitig hatte aber die frühe Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zur Folge, dass die Schweiz von den 1950er bis in die 1970er Jahre zum Zentrum der chinesischen Präsenz in Europa mit zahlreichen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und nachrichtendienstlichen Netzwerken wurde. Akten aus westlichen und chinesischen Archiven sowie Oral History Interviews belegen die Sonderrolle, welche die Schweiz für China spielte, zeigen aber auch, dass chinesische Spionage in der Schweiz, Tibetische Flüchtlinge, unterschiedliche diplomatische Kommunikationsgepflogenheiten sowie die Schweizer Pressefreiheit die bilateralen Beziehungen immer wieder auf eine harte Probe stellten. Die Veranstaltung findet am 20. Juni 2022 um 12:15 Uhr im Schweizerischen Bundesarchiv, Archivstrasse 24 in Bern statt. Beschränkte Platzzahl, verbindliche Anmeldung bis zum 15. Juni 2022 an dodis@dodis.ch. Flyer
read more
Am 23. März 2022 findet an der Universität Basel der Themenabend «Die Schweiz und Georgien» statt.

Themenabend «Die Schweiz und Georgien» am 23. März 2022

Am 23. März 1992 notifizierte der Bundesrat die georgische Regierung über ihre Anerkennung und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums werfen wir einen Blick auf eine vielfältige Beziehungsgeschichte. Die Anerkennungsfrage stellte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion für die Schweiz nämlich nicht zum ersten Mal: Schon nach dem Zerfall des Zarenreichs im Zuge der Russischen Revolution von 1917 bemühte sich die Demokratische Republik Georgien um internationale Anerkennung. Der Schweiz kam dabei eine besondere Rolle zu, da einige georgische Politiker in der Schweiz studiert hatten und die Schweiz als «politisches Vorbild» Georgiens bezeichneten. Wir nehmen den 30. Jahrestag der Anerkennung Georgiens durch die Schweiz zum Anlass für die historische Rückschau «Die Schweiz und Georgien: Stationen einer Beziehungsgeschichte». 23. März 2022, 18:15 Uhr, Universität Basel, Alte Universität, Raum -201. Anmeldung und Kontakt: fenja.laeser@unibas.ch. Flyer Programm Prof. Dr. F. Benjamin Schenk, Prof. für Osteuropäische Geschichte, Universität Basel: Begrüssung Seine Exzellenz Revaz Lominadze, Botschafter der Republik Georgien in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein: Grusswort (tbc) Dr. Thomas Bürgisser, Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis), Bern: Die Anerkennung Georgiens durch die Schweiz 1991/92 und der historische Kontext (Einführung) Fenja Läser, M.A., Departement Geschichte der Universität Basel: «L’appui de la sœur aînée»? Die Schweiz, die Demokratische Republik Georgien und die Anerkennungsfrage (1918–1921) (Vortrag) Apéro
read more

Geneva and the Future of Multilateralism

The creation of the League of Nations in 1919 marked both the beginning of modern multilateralism and the rise of international Geneva. 100 years later, around 40 international organisations, the permanent missions of 179 countries and hundreds of NGOs are working together from Geneva to build a safer, more just and prosperous world. In an increasingly interdependent world, international cooperation is ever more necessary. Only multilateral responses will make it possible to address the global challenges our societies are facing. Who are the actors and what are the current and future decision-making processes? What is Geneva's role in this evolving context? This is the topic of the debate organised at the University of Geneva in partnership with the federal, cantonal and municipal authorities, the United Nations Office at Geneva and the Fondation pour Genève. The event marks a day of celebration of the centenary of multilateralism in Geneva, during which the Confederation, the Canton and the City of Geneva will renew their commitment to international Geneva by signing a joint declaration.Debate in Presence of Ignazio Cassis, Head of the Federal Department of Foreign Affairs, and  Tatiana Valovaya, Director-general of the United Nations Office at Geneva.Presentation by Sacha Zala, director of the Research Centre Dodis and co-editor of the publication «Switzerland and the construction of Multilateralism» (www.dodis.ch/q14). For further information.
read more