e-Dossiers

e-Dossier: 80 Jahre Novemberpogrome

Die Börnerplatzsynagoge in Frankfurt am Main wurde in der Nacht auf den 10. November 1938 von einem nationalsozialistischen Mob in Brand gesetzt. Quelle: www.alemannia-judaica.de

«Rotten von halbwüchsigen Jungen, mit Äxten und Brechstangen bewaffnet, durchzogen die Stadt und zerstörten in den jüdischen Geschäften die Scheiben, drangen in dieselben ein und schlugen alles kurz und klein», berichtete Hans Dasen am 11. November 1938 nach Berlin. Der Verweser des Schweizer Konsulats in Frankfurt a. M. wurde Zeuge der sogenannten «Reichskristallnacht».

e-Dossier: 50 Jahre Bührle-Affäre

Janusköpfige «Post aus der Schweiz»: So stellte die Satirezeitschrift Nebelspalter am 11. Dezember 1968 (S. 11) das Nebeneinander der Lieferungen von Kriegsmaterial und Hilfsgütern der Schweiz nach Nigeria dar.

Schon seit Monaten ahnte Fritz Real, dass im nigerianischen Bürgerkrieg eine grosse Zahl illegal exportierter Schweizer Fliegerabwehrgeschütze eingesetzt wurde. Am 12. Juni 1968 erhielt der Schweizer Botschafter in Lagos schliesslich den entscheidenden Hinweis «auf einen krassen Verstoss gegen die schweizerischen Ausfuhrbestimmungen durch die Firma Bührle & Co.»

e-Dossier: «Deutscher Herbst» in der Schweiz

Am 22. September 1977 empfangen Bundespräsident K. Furgler und Bundesrat P. Graber den deutschen Bundespräsidenten W. Scheel sowie Bundesaussenminister H.-D. Genscher am Flughafen Belp. Quelle: dodis.ch/50276.

Den Deutschen ging es in erster Linie darum, Normalität zu demonstrieren. Denn als im Herbst 1977 Bundespräsident Walter Scheel zum Staatsbesuch in Bern weilte, befand sich die Bundesrepublik in ihrer schwersten Krise seit Kriegsende. Die «Rote Armee Fraktion» (RAF) hatte ihre «Offensive 77» gestartet: Es war dies der Auftakt zu dem von Angst und Tod geprägten «Deutschen Herbst».

e-Dossier: Der Sechstagekrieg von 1967 –  die Rolle der Schweiz

Karikatur aus einer ägyptischen Zeitschrift, die kurz vor Beginn des Sechstagekriegs veröffentlicht wurde.

Es war eine für diplomatische Gepflogenheiten höchst aussergewöhnliche Demarche. Gleich acht arabische Missionschefs sprachen am 6. Juni 1967 bei Bundesrat Willy Spühler vor und protestierten heftig gegen die einseitig «antiarabische Tendenz» von Schweizer Öffentlichkeit und Presse: «Dies widerspricht dem Geist der schweizerischen Neutralität.»

L’«affera Conradi»: L’assassin grischun e la revoluziun

RTR Cuntrasts: 1923 sajetta Moritz Conradi a Losanna in diplomat sovietic d’aut rang. Il Russ-Svizzer cun ragischs grischunas vesa sa sez sco il nov Gugliem Tell che vul deliberar la carstgaunadad dal communissem.

Avant 40 onns ha el purschì materia per in film da kino russ «emplenì cun clischés sovietics» (dodis.ch/49291). L’onn 1977 s’interessavan era cineasts en Svizra per «il tema anc adina pulit brisant» (dodis.ch/49292): I sa tracta da l’assassinat dal diplomat sovietic Wazlaw Worowski tras Moritz Conradi, in Svizzer en Russia, l’onn 1923 a Losanna. In mazzament cun consequenzas extendidas.

e-Dossier: Die «Conradi-Affäre»

Bild aus dem Daily Herald vom 17. November 1923. Schlagzeilen: «Acquittal of Conradi», «Amazing Verdict of Swiss Jury», «Natural Sequel to one-sided Trial», aus: E4320A#1000/849#68*

Es war das Geständnis eines Mörders: «Vielleicht werden erst unsere Nachkommen es verstehen und mir dankbar sein dafür, dass ich als erster offen den Kampf gegen diese internationale Verbrecherbande aufgenommen habe», gab Moritz Conradi der Lausanner Polizei zu Protokoll. Am 10. Mai 1923 hatte er vor Zeugen den sowjetischen Diplomaten W. Worowski erschossen.

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