Communications

Aus EPD wird EDA

Vor 40 Jahren wurde das «Eidgenössische Politische Departement» offiziell in «Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten» umbenannt. Aus dem EPD wurde das EDA (dodis.ch/49609). Die Umbenennung war Bestandteil der in den 1960er Jahren eingeleiteten und im Januar 1979 abgeschlossenen Totalrevision der Bundesverwaltung und wurde im neuen Verwaltungsorganisationsgesetzes geregelt (vgl. dazu die thematische Zusammenstellung dodis.ch/T1446). Mit der Namensänderung sollte das für die Auslandsbeziehungen zuständige Ministerium «wieder einen Namen erhalten, der seine Aufgaben deutlicher als heute zu erkennen gibt» (vgl. dodis.ch/52635, S. 54).

Vom präsidialen «Anhängsel» zum eigenständigen Departement 

Von 1848 bis 1887 und wieder von 1896 bis 1914 wurde das Politische Departement als Präsidialdepartement vom jeweiligen Bundespräsidenten geleitet. Von 1888 bis 1896 hatte Numa Droz das Departement vorübergehend verstetigt und in «Departement des Äusseren» umbenannt. Mit dem Ende von Droz’ Amtszeit wurde das Departement dann wieder in Politisches Departement umbenannt und abermals als Präsidialdepartement geführt. Erst im Laufe des Ersten Weltkriegs wurde das EPD definitiv zum eigenständigen Departement. Mit der neuen, den internationalen Gepflogenheiten entsprechenden Bezeichnung EDA wurde Ende der 1970er Jahre die Zuständigkeit des Departements klar hervorgehoben.

Umbenennung als Symbol normalisierter Aussenbeziehungen 

«Die Umbenennung des Departements ist der symbolische Schlusspunkt eines Transitionsdezenniums», sagt Sacha Zala, Direktor der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis). Dieser Prozess begann Mitte der 1960er Jahre und führte in den 1970er Jahren schrittweise zur Normalisierung der Schweizer Aussenpolitik. Weitere signifikante Merkmale dieses Prozesses waren die vermehrt durchgeführten Auslandreisen des Bundesrates (zur Besuchsdiplomatie vgl. dodis.ch/T1408) oder die aktive Teilnahme an multilateralen Gremien wie beispielsweise der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE, vgl. dodis.ch/T1409).