Saggi di Dodis 2 | 2020/2

 

Als die Mauer fiel. Die Wahrnehmung der deutschen Wiedervereinigung in internationalen diplomatischen Dokumenten 1989–1990

Marc Dierikx und Sacha Zala

Nach Monaten der Krise kündigte die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik am 9. November 1989 auf einmal an, die Grenzübergänge nach Westberlin zu öffnen. Selbst gut informierte Diplomaten hatten dies nicht kommen sehen. Ausländische Gesandte warnten vor dem «Gespenst der deutschen Wiedervereinigung», dass die Stabilität in Europa stören könnte. Die von der westdeutschen Regierung in Bonn geförderte Wiedervereinigung wurde zum Schlüsselwort für alle nachfolgenden Entwicklungen. Schlagartig nahmen die 1945 unterzeichneten Vereinbarungen eine neue Unmittelbarkeit an.
Doch vier Jahrzehnte nach Kriegsende war das Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes unbestritten. Das rasante Tempo der Entwicklungen stellte ausländische und deutsche Diplomaten allerdings gleichermaßen vor Herausforderungen. Dieser Artikel stellt eine Auswahl an Reaktionen zusammen und bettet sie in den Kontext des Mauerfalls ein.

 

Permalink: dodis.ch/saggi/2-2
DOI: 10.22017/S-2020-2
ISSN: 2571-6964