Patrick Maître
Der Ausbau des diplomatischen Vertretungsnetzes der Schweiz in der Zwischenkriegszeit 1919–1939
in Vorbereitung
In der Zwischenkriegszeit hat die Schweiz ihr diplomatisches Vertretungsnetz stark ausgebaut. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1919 unterhielt die Schweiz in 19 Ländern diplomatische Vertretungen. 20 Jahre später, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren es bereits 36. Dies ist ein weitaus stärkerer Ausbau als er zwischen 1848 und 1918 stattgefunden hatte. Der vorliegende Artikel geht diesen Entwicklungen anhand quantitativer Auswertungen und der Betrachtung von drei Fallbeispielen nach. Dabei wird ersichtlich, dass dieser Ausbau geprägt war von innenpolitischen Kontroversen und einem Machtkampf zwischen Parlament und Bundesrat. Deutlich wird aber vor allem, dass hinter dem bemerkenswerten Ausbau primär ökonomische Überlegungen standen und dass der Ausbau des diplomatischen Vertretungsnetzes der Schweiz in der Zwischenkriegszeit ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der schweizerischen Diplomatie nach 1945 war.
Patrick Maître, M.A., Historiker und ehemalige wissenschaftliche Hilfskraft der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis).
Permalink: dodis.ch/saggi/2-4
DOI https://doi.org/10.22017/S-2020-4
ISSN: 2571-6964
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